„Analysten richten häufig ihren Fokus auf das zurückliegende Quartal oder auf das nächste Quartal“
erklärt Petra Ahrens, Vorstand bei der Maiestas Vermögensmanagement in Köln

Petra Ahrens, Vorstand bei der Maiestas Vermögensmanagement in Köln, erklärt das Phänomen der Fehleinschätzungen der Analysten: „Analysten richten häufig ihren Fokus auf das zurückliegende Quartal oder auf das nächste Quartal“. Doch gleichzeitig warnt sie davor, deshalb nun einfach immer das Gegenteil dessen zu machen, was diese empfehlen. „Es reicht nicht aus, den Fokus allein auf die Anzahl der Verkaufsempfehlungen zu richten. Uns interessiert vielmehr der Grund, aus dem die Verkaufsempfehlung resultiert.“ In der Regel liege der Fokus der Analysten auf dem Gewinn pro Aktie.

Diese Kennzahl für sich allein, also ohne Kontext, habe jedoch so gut wie keine Aussagekraft. Wichtig sei, in welche Richtung sich eine Firma entwickle, und nicht eine bloße Kennzahl. Anleger sollten also nicht pauschalisieren. Ein zu vereinfachter Ansatz, schlicht nur zu kaufen, was unpopulär ist, eben weil es unpopulär ist, wird also wohl nicht funktionieren.

Das gilt auch umgekehrt für die übermäßig beliebten Aktien auf dem Kurszettel. Aktuell sind das in Deutschland der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall sowie der Versorger RWE, bei denen fast alle Empfehlungen auf „Kaufen“ lauten. Bei Analysten ebenfalls angesagt sind die Deutsche Telekom, die Deutsche Post und der Technologiekonzern S&T. All diese Aktien kommen Anfang 2022 auf mindestens 90 Prozent Kaufempfehlungen. Bei Siemens Energy, dem Immobilienkonzern Vonovia, dem Lieferdienst Delivery Hero oder Volkswagen heben rund 80 Prozent der Branchenexperten den Daumen.

Den kompletten Beitrag aus der WELT vom 09.01.2022 finden Sie als Download hier PDF - MAIESTAS Vermögensmanagement AG